Es scheint mir ein großer Widerspruch zu sein, dass man sich gerade um frei zu sein einschränken muss. Ich nehme meine Freiheit eben dadurch wahr, dass ich mich nicht verstecke. Ich genieße es, die Möglichkeit zu haben, mich der Welt zu zeigen, so wie ich es will, und so wie ich bin! Was ich in meinen Blogs schreibe betrifft mein Leben, betrifft meine Ansichten, und alles was ich tue und sage kann ich vertreten und will ich nicht verleugnen.
Banken, Industrieunternehmen und Militärorganisationen, die meine eigenständige Art zu denken nicht akzeptieren können, interessieren mich als Arbeitgeber nicht. Ich glaube daran, dass ich um zu wirken, das heißt meine Ideen in der Welt zu verwirklichen, auch selbst so leben muss, wie ich es mir von anderen wünsche. Offen, ehrlich, vertrauensvoll und ja, auch etwas weltverbesserisch! Sozialromantik oder auch Idealismus ist nichts Verwerfliches, sondern meiner Meinung nach eher das Gegenteil. Misstrauen erschafft Misstrauen!
Macht etwas durchzusetzen kommt für mich aus meiner Persönlichkeit. Für mich lautet der Satz eher: Wer Wirken will braucht Mut! Wie soll ich rechtfertigen, dass mir andere Vertrauen und verlangen, dass sie mich verstehen, wenn ich ihnen dazu keine Informationen gebe. Ich versuche alles, mir keine Feinde zu machen, und wenn es dennoch jemand versucht, mir ein Bein zu stellen, dann bin ich als jemand, der nichts zu verbergen hat, noch immer in der besseren Situation.
Was die Folgen für andere angeht, so muss ich dir ein Stück weit Recht geben. Ich kann von niemandem verlangen, dass er dieselbe Offenheit wie ich an den Tag legt, weil er meine Meinung teilt. Wenn ich jemanden bei einem Treffen oder auf einer Reise fotografiert habe, und denjenigen dann online sichtbar ausstelle, dann hoffe ich, dass derjenige nichts zu verbergen hat, was womöglich nicht bei allen stimmt. Das kann ich nicht beurteilen und sollte vielleicht bei Einzelnen zurückhaltender sein.
Ich schreibe aber auch nichts Nachteiliges oder Gemeines und stelle keine kompromittierenden Fotos aus. Ich muss auch bemerken, dass die allermeisten meiner Freunde bereits sehr offen im Internet vertreten sind. Sie sind per Facebook oder Blog vertreten und viele stellen Fotos und Kommentare aus, was mir zeigt, dass sie die virtuelle Welt ähnlich behandeln, wie die reale. Sie gehen unter Leute, denn nichts anderes ist es, wenn man im Internet auftritt (daher auch das Wort "Internetauftritt").
Wenn ich online etwas schreibe, dann ist das ein Gesprächsangebot an jeden, der das sieht. Wieso sollte ich lieber unsichtbar bleiben? Ich bin gespannt auf deine Antwort! Sei ruhig offen, ich bin nämlich weder mies noch eifersüchtig, aber das weißt du ja bereits...
PS: Ich und langweilig? Lass dir was Besseres einfallen ;-)
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen